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Wasser und Grün

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Wasser und Grün

Ökologische Umgestaltung des Waldsees


Der Waldsee ist neben dem Margarethensee eines der prägenden landschaftlichen Merkmale des Grugaparks zwischen „Waldtal“ und „Alpinum“.

In unmittelbarer Nähe stehen die geologische Wand sowie zahlreiche rezente Vertreter der Flora des Tertiärs, also des Erdzeitalters, in dem unsere heutigen Braunkohlevorkommen entstanden sind. Hierzu gehören Sumpfzypresse, Mammutbaum, Tupelobaum, Ginkgo, Chinesisches Rotholz und andere. Im Gegensatz zur Flora des Karbons, in dem die Steinkohle entstanden ist, sind aus dem Tertiär viele Pflanzenarten bis heute (rezent) erhalten geblieben. Teilweise bezeichnet man solche Pflanzen auch als „lebende Fossilien“, denn viele Arten waren über lange Zeit nur als versteinerte Funde bekannt. Die Braunkohle unserer Breiten ist vielfach aus wassernahen Wäldern in sumpfigen Landschaften entstanden. Heute noch sind ähnliche Sumpfwälder in Florida, den Everglades, zu finden. Dort ist auch die (heutige) Heimat der bereits am Waldsee vorhandenen Sumpfzypressen.

Um den Eindruck eines Sumpfwaldes im nördlichen Teil weiter auszubauen und die Wasserqualität des Gewässers zu verbessern, wurden in 2008 und 2009 umfangreiche Instandsetzungs- und Umgestaltungsmaßnahmen am See vorgenommen.

Im ersten Schritt wurden die über viele Jahre entstandenen organischen Ablagerungen vom Seegrund entnommen und die starre Uferbefestigung aus Waschbeton und Pflastersteinen entfernt. Der Uferbereich wurde, in Anlehnung an die Gestaltung des Alpinums, mit locker verlegten Natursteinblöcken und üppigen Sumpfpflanzenbeständen versehen. Diese lassen einen abwechslungsreichen, lebendigen Eindruck entstehen und sorgen für eine Verbesserung der Wasserqualität im See. Schon jetzt wird der See von Fröschen und Kröten als Laichplatz genutzt und dient zahlreichen wirbellosen Tieren als neuer Lebensraum. Mehrere Sumpfzypressen wurden gepflanzt und eine ausgedehnte neue Steganlage führt nun im nördlichen Teil direkt über die Wasserfläche.

Der neue Waldsee stellt nun sowohl ein interessantes Studienobjekt der Florengeschichte als auch ein ökologisch hochwertiges Gewässer mit hoher Aufenthaltsqualität für die Besucher dar.